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Die Weihnachtsbäckerin

Es ist doch so. Als Mutter von vielen Kindern muss Du dir immer überlegen, wann Du anfängst Weihnachtsguezli zu backen. Wenn Du deine „Guezli“ zu früh parat hast, kann es vor kommen, dass an Weihnachten nichts mehr übrig ist. So gehst Du entweder die Gefahr ein oder –  Du machst kurz vorher nochmal welche. Gerade dann ist es an der Zeit um wichtigere oder „in letzter Sekunde“ – Dinge zu erledigen und es drängt. Oder – du versteckst einen gewissen Vorrat vor deiner gesamten Familie. Ja, der ganzen Familie. Denn bei mir sind da nur Jäger und Sammler. Sie sind immer auf der Pirsch nach willkommenen, selbergebackenen Süsswaren. Pass gut auf – plötzlich ist alles weg.

Die Versteckvariante: Wenn Du das tust, dann siehst Du immer wieder komisch umher wuselnde Gestalten mit fragenden Gesichtern. Ja, du kannst sogar ihre Gedanken ganz genau hören. Immer und immerzu hörst Du: „Wo hat sie sie versteckt.“ „Hier habe ich doch bereits gesucht.“ „Sind sie vielleicht da, oder dort.“ Überall werden die Schränke aufgerissen und in den Regalen gewühlt. UND dann wird es lauter…M-A-M-I…ihr könnt es Euch sicher vorstellen.

Letzte Woche war es bei mir wieder soweit. Begonnen hat alles mit einem Mailänderliteig. Dann der Anisteig. Später Brownies. Auch die sind lecker. Fehlen dürfen auf keinen Fall die Zimtsterne und die Brunsli. Aber die Vanillegipfeli sind in unserer Familie der Renner. Von diesen braucht es ungefähr die Doppelte, wenn nicht die DREIFACH-Portion. Alle Mengen sind dann hochgerechnet auf verbleibende Zeit und Anzahl Personen, sowie eventuelle „Gluschtattacken“. 

Darüber zu schreiben, jetzt als Mutter. Irgendwie schön. Denn als ich noch ganz klein war, hat meine Mutter immer mit mir gebacken. Sie hat immer gebacken. Es gab bei uns immer die besten Weihnachtsguzzeli. Später habe ich mit meinen Kindern auch gebacken. Es sind wunderbare Erinnerungen. Viel Mehl und eine riesige Sauerei. Jeder durfte mal rühren. Jeder ein Ei aufschlagen, den Teigschaber und das Rührwerk abschlecken, Gebackenes verzieren.

Mittlerweile bin ich noch die alleinige „Bäckerin der Weihnachtlichen Süssigkeiten“. Aber dafür kann ich auch auswählen, welche gebacken werden. Die, die wir alle gerne haben. Natürlich. Denn gemampft werden sie von uns allen.

Nachdem der Anisteig beinah verarbeitet worden ist, sind heute morgen bereits die Zimt-Herzen an der Reihe. Jetzt muss ich wieder los, denn es gibt noch einiges und mehr zu tun…

Ich wünsche Allen viel Spass in Eurer weihnachtlichen Bäckerei und viel Freude beim Essen der selbstgemachten Guezli.

 

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